Was die Krümeline jetzt kann: Baby-Entwicklung in Monaten

Baby Entwicklung Lebensmonat

Hier habe ich festgehalten, wie die ersten 12 Lebensmonate der Baby-Krümeline ausgesehen haben. Was sie Neues gelernt hat, was gut gelaufen ist und wo wir womöglich nicht ganz so gerockt haben....Ein Entwicklungs-Tagebuch über das erste Babyjahr:

12. Monat

Tadaa! Wir haben den ersten Geburtstag gefeiert. Jetzt ist es somit offiziell, die Baby-Krümeline ist kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Dementsprechend wird das hier auch der letzte Eintrag zu ihrem Babyjahr und den großen und kleinen Entwicklungen, die sie darin gemeistert hat, sein. Wow! Wenn ich nun so zurückblicke, ist das schon irre, wie aus so einem winzig kleinem Wesen in nur einem Jahr so ein knuffiges kleines Menschlein wird und was sie dabei sich so alles aneignen. Kein Wunder, dass man sich rückblickend als Mutter schon erschreckt, wo nur die Wochen und Monate dieses ersten Babyjahres geblieben sind?! Bin ich nun traurig oder froh, dass ich kein Baby mehr, sonder ein zweites Kleinkind zu Hause habe? Wohl beides. Vieles ist gerade in den letzten Monaten mit der Krümeline einfacher geworden, dafür sind neue, anstrengende Themen hinzugekommen. Das kennen wohl alle Eltern: geht eine taffe Phase vorbei, lauert um die Ecke schon die nächste...

 

Deshalb starten wir gleich mal in gewohnter Reihenfolge und schauen uns an, was die kleine Maus im letzten Lebensmonat motorisch so neues erworben hat: und das ist nicht viel. Sie ist immer noch am krabbeln, und das wie ein Weltmeister, richtig fix, aber von ersten Schrittchen kann bei uns noch nicht die Rede sein. Sie läuft ein bisschen an den Händen, aber auch das fordert sie noch nicht ein, sondern macht es eben, wenn man sie im Stand an den Händen nimmt. Apropos Stand: hier ist mir aufgefallen, dass sie manchmal für ein paar Zehntel-Sekunden frei stehen bleibt, wenn man sieaufrecht an den Händen hält. Immerhin. Aber von freiem Stehen im Raum noch keine Spur. Ich denke also, bis die Krümeline ihre ersten eigenen Schritte wagt, wird noch eine gute Zeit verstreichen. 

 

Sprachlich hat sich in diesem Monat auch nicht viel getan. Ich warte noch immer auf ein erstes klares "Mama" (oder meinetwegen auch "Papa" ;)). Aber im Moment ist sie immer noch stark bei den Silbenwiederholungen  mit "Mamamama" - oder auch sehr beliebt bei der stets hungrigen Madam "Namnamnam". Sieht man einmal von der klaren Aussprache ab, führt die Krümeline aber schon richtige (Plapper-)Monologe mit unterschiedlichen Tonhöhen und ist eigentlich sogesehen permanent am quasseln. Voll süß.

 

Dafür ist mir in ihrer kognitiven Entwicklung in diesem Monat bewusst aufgefallen (vieles bemerke ich, ich muss es zugeben, eher so nebenbei), dass sie nun auf Dinge deutet und auch bewusst mit mir kommunizieren möchte. Wenn sie z.B. kein Brot, dafür eine Banane essen möchte, kann sie mir das deutlich mit ihren Mitteln klar machen. Beim Spielen fällt mir auf, dass sie einen Bauklotz stapeln kann und anfängt, "szenisch" zu spielen: ein Kuscheltier füttern, die Puppe auf dem Arm wiegen oder zudecken (natürlich alles noch recht "basic" und man muss sie schon gut kennen, um sie zu verstehen, aber immerhin). Auch das Bitte-Danke-Spiel, d.h. sie gibt mir etwas und ich gebe ihr es zurück, liebt sie heiß und innig. Praktisch ist auch, dass sie ganz versessen darauf ist, Dinge in Boxen, Schachteln und Schubladen zu werfen. Wir haben daraus dann das Aufräumspiel kreiiert - da könnte sich ihr älterer Bruder mal gut eine Scheibe davon abschneiden ;).

 

Der wohl einschneidenste Schritt in diesem Monat war, dass das unsere Stillbeziehung mehr oder minder von einen Tag auf den anderen beendet war. Dass ich zuletzt dazu übergegangen war, nur noch nachts zu stillen, hatte ich ja bereits berichtet. Dies klappte nach anfänglichem Holpern dann ganz gut und wir kamen noch auf eine nächtliche Stillmahlzeit. Kürzlich fiel mir dann auf, dass sie nachts, nachdem ich sie abdockte immer meckerte - und dass morgens die Windeln trotz "Stillens" trocken waren. Meine Milch war also alle. Tja, nach so vielem Hin und Her mit der Stillerei hat die Natur dann einfach eine Entscheidung für uns beide getroffen... Seitdem trinkt die kleine Maus nachts Wasser und ist damit auch zufrieden, zumindest wenn sie im Anschluss dann im Elternbett mit mir weiterkuscheln kann. 

 

Und so ist schwuppsdiwupps ein ganzes Jahr ins Land gezogen und mein kleines Baby wird immer selbständiger. Was künftig alles auf mich zukommen mag, kann ich dank der Erfahrungen mit dem Krümelsohn ein bisschen vorherahnen  - und doch wird es bei ihr anders sein, einfach weil Kinder so unterschiedlich sind. Ich freue mich darauf!

 

 

11. Monat

Schubidubidu, was soll ich sagen?! So sicher wie das Amen in der Kirche hat die Krümeline den 46-Wochen-Schub mitgenommen. Ein Lehrbuch-Kind wie es scheint. Uff. Immerhin sind wir laaaangsam daran, aus dem Schub rauszukommen, denn die Tage mit einem fröhlichen und gut gelaunten Kind werden wieder mehr. Anstrengend war es mit der Kleinen trotzdem wieder einmal. Sie wollte ganz typisch am liebsten auf Mamas Arm sein, die Nächte waren ein Graus (und sind es nach wie vor, doch der Reihe nach). Ich bin schon ganz gespannt, wie sich die Baby-Krümeline das mit den Entwicklungsschüben so im kommenden Lebensjahr "vorstellt", wenn es keine "fixen" Schubwochen mehr gibt... Wobei ja nicht jedes Kind so klassisch die Schübe mitnimmt wie unsere Madam. Abwarten. 

 

 

Fangen wir wieder mit der Motorik an: Die Baby-Krümeline ist jetzt endlich dazu übergegangen zu krabbeln. Nach ihrem ziemlich langen Üben im Vierfüssler und dem ausgefallenen Robben, hat sie es mehr oder minder innerhalb von knapp zwei Wochen zum fleißigen Krabbler geschafft. Und seitdem ist nichts, wirklich nichts mehr vor ihr sicher. So steigt die kleine Maus in einem unachtsamen Moment auch einfach einmal aus ihrem Hochstuhl aus und krabbelt auf dem Tisch rum. Merke für mich: Bei der Krümeline muss ich echt auf Zack sein, die ist einfach sowas von schnell, wenn sie etwas will. Ansonsten merkt man richtig, wie sie ihre Mobilität genießt, vor allem wenn wir draußen spielen: Rein in den Sandkasten, raus aus dem Sandkasten, rumbuddeln, Sandhaufen überkrabbeln, hei, was für ein Spaß für sie. Genauso erpicht ist sie darauf, Rutschen hochzukrabbeln und sich bäuchlings dann wieder runterzulassen. Hier ist sie gar nicht mehr zu bremsen und beschwert sich lautstark, wenn sie die Rutsche für den Krümelsohn frei machen soll.

 

In diesem Lebensmonat stand tatsächlich mehr die Motorik-Weiterentwicklung im Vordergrund, das Thema Zähnchen ist zwar dauerpräsent, aber wir können keine weiteren durchgebrochenen "Beißerchen" vermelden. Nichtsdestotrotz kaut sie fröhlich auf Gegenständen rum, sabbert wie nochmal was und meckert und motzt in den Nächten. Gerade was das Schlafen angeht, frage ich mich im Moment wirklich, ob ich ihre unruhigen Nächte wirklich aufs Zahnen zurückschieben kann oder ob sie einfach ein schlechterer Schläfer ist als ihr Bruder.

 

Im Moment bin ich gerade dabei, das Einschlafstillen abzugewöhnen. Das klappt soweit, allerdings kompensiert sie das Ganze mit mehreren Stilleinheiten nachts. Tja. Ich weiß auch nicht, was da besser ist. Schön langsam möchte ich auch die kleine Maus daran gewöhnen, in ihrem eigenen Bettchen die ganzen Nächte (und nicht nur die Hälfte bis zur ersten nächtlichen Stillmahlzeit) zu verbringen und sie irgendwann in näherer Zukunft auch in ihrem eigenen Kinderzimmer schlafen zu lassen. Doch hier sind wir meilenweit davon entfernt. Die Krümeline kuschelt einfach zu gern und schläft am ruhigsten, wenn sie neben mir im Ehebett liegt. Aber andererseits, soviel Umstellung auf einmal will ich ihr dann auch nicht zumuten: Weniger stillen und dann noch weniger Kuscheleinheiten. Das muss nun auch nicht sein. Tasten wir uns lieber weiter ein bisschen vor auf dem langen Weg des Abstillens, die Kuschelei mit ihr geniesse ich einfach noch viel zu sehr...

 

 

Immerhin können wir bei Mahlzeiten einen Riesenerfolg verbuchen: Die Baby-Krümeline ist nun voll und ganz auf Familienkost umgestellt und verweigert jeglichen Brei. Es macht ihr so große Freude, dasselbe zu essen wie wir und sie isst auch mit großem Appetit. Das ist echt eine Riesenerleichterung für mich, nicht mehr extra für sie kochen zu müssen. 

 

Wow, jetzt ist es auch gar nicht mehr lange hin und die kleine Maus ist kein Baby mehr, sondern ein richtiges Kleinkind. Der erste Geburtstag naht. Ich bin mir aber sicher, langweilig wird es uns mit diesem kleinen, süßen Mädchen sicher nicht :).

 

 

10. Monat

Ist das nicht so heftig, dass meine kleine Baby-Krümeline bald gar keine Baby- sondern eine Kleinkind-Krümeline ist? Wir linsen schon mal in Richtung erster Geburtstag, der nun gar nicht mehr so weit weg erscheint. Die Kleine wird auch mehr und mehr ein eigenes Persönchen mit Stimmungen, Launen und Eigenheiten - und ganz genauso soll es sein. Am bezauberndsten finde ich ihre Art, Freude und Vergnügen zu zeigen. Gefällt ihr etwas oder ist sie über etwas amüsiert (was IMMER ihr großer Krümelbruder schafft), dann zieht sie ihr kleines Näschen kraus. Ein Anblick zum Dahinschmelzen! Ansonsten ist die Krümeline sehr sehr deutlich in ihrer Ausdrucksweise und vermittelt schon jetzt den Eindruck einer gewissen Selbstbestimmtheit. So klein sie ist, sie lässt sich nicht mehr überrumpeln oder benachteiligen und weiß schon jetzt mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln (motorisch wie verbal), sich zu wehren bzw. ihren Unmut zu äußern. Und das bekomme sogar ich zu spüren, wenn ich es wage, ihr etwas wegzunehmen, was sie nicht haben soll. 

 

Motorisch hat sich diesen Monat auch einiges getan: Ihr "Break-Dance-Robben" gibt es noch immer, sie setzt es mittlerweile ziemlich geschickt ein und kommt auch schon gute Distanzen voran. Vor allem Treppenabsätze inklusive der davor befestigten Sicherheitsgitter sind höchst spannende Objekte für sie, genauso wie Steckdosen. Das Thema Baby-/Kleinkind-Sicherheit in den Lebensräumen ist also zurück für uns :). Zudem zieht sich die Krümeline mittlerweile  hoch in den Stand und fängt an, vor allem an der Couch entlang zu laufen. Kurz nach dem Hochziehen kam das Sitzen aus dem Stand heraus, aus dem Vierfüssler kann sie sich nach wie vor nicht hinsetzen, viel fehlt hier jedoch nicht mehr. Seit knapp einer Woche beginnt sie nun auch ein bisschen zu krabbeln. Meist rutscht sie aber nach einer kurzen Weile mit den Knien auf unseren Parkettböden weg. Der Krümelsohn hatte damals dasselbe Problem und hat schlussendlich auf Rasen seine Krabbeltechnik erlernt. Wird Zeit für uns hier, dass das Regenwetter endlich stoppt und die Kleine auch raus in den Garten zum Krabbeln kann ;). 

 

Der Alltag mit ihr ist gefühlt betreuungsintensiver als damals mit dem Krümelsohn im gleichen Alter. Sie kann sich zwar wieder für eine gute Weile selbst beschäftigen und wühlt am liebsten in der Lego-Kiste des Bruders herum, aber Mama muss für sie dabei ständig in Reichweite sein.  Selbst wenn ich nur in der Küche stehe und sie im Wohnzimmer spielen soll, ist ihr oftmals die Distanz schon zu groß. Dafür wird das Fremdeln ein bisschen weniger, wenngleich sie es nicht mag, in ungewohnter Umgebung zu viele Menschen um sich zu haben.  Da wird dann lautstark protestiert und Mamas Arm eingefordert. 

 

Inzwischen trägt die Krümeline vier Zähnchen (zwei oben und zwei unten) stolz zur Schau und die nächsten beiden Kandidaten unten machen sich auch auf den Weg. So lange wir auf die Zähnchen warten mussten, so daher geschossen kommen sie jetzt und gönnen uns keine wirklich Atempause. Die Nächte, in denen sie nämlich einmal nicht zahnt, werden besser und die Krümeline schafft dann tatsächlich auch schon mehr als 6 Stunden am Stück zu schlafen. ABER, diese besonderen Nächte sind echt die Ausnahme, denn in circa 5 von 7 Wochentagen gibt es abends und nachts immer mal wieder Geschrei und Gezeter. Zähnchen finden wir also doof, ziemlich sogar. Das einzig Gute an ihnen ist, dass die Krümeline dank ihnen zu einer richtig guten Esserin wird. Wer hätte das nach der komplizierten Anlaufzeit noch gedacht? Sie zeigt mehr und mehr Interesse an der Familienkost und gestern Abend war es dann das erste Mal soweit, dass ich beiden Kindern das gleiche Essen aufgetischt hatte: Süßkartoffel-Kichererbsen-Eintopf mit Couscous. Die Krümeline war gleich voll bei der Sache und hat sichtlich stolz ihr Schälchen mit dem Tellerinhalt des Bruders verglichen und zufrieden vor sich hingemampft. Insofern ist es tatsächlich so, dass mit fortschreitendem Lebensmonat der Baby-Kleinkind-Alltag für mich als Mama in bestimmten Aspekten leichter wird. Ich schiele jedoch schon auf den nächsten Schub und befürchte, dass der Einbruch kommen wird. Denn bis dato hat die kleine Maus jeden der Entwicklungsschübe voll "ausgekostet"... ;)

9. Monat

Mein Sonnenschein-Kind ist zurück :)!! Endlich, der Großteil des letzten Lebensmonat war nämlich richtig richtig anstrengend. ABER: Die Baby-Krümeline trägt jetzt stolz ihr erstes Zähnchen (unten) zur Schau und ist aus dem 36-Wochen-Schub raus. Also hatte ich beim letzten Eintrag wohl richtig gelegen, dass sowohl die Zahnungsschmerzen als auch das Unwohlsein durch den Entwicklungsschub der Kleinen das Leben schwer gemacht haben. Dass die Maus aber auch echt fast schon lehrbuchhaft JEDEN Entwicklungsschub vom Feinsten mitmachen muss??! Wie heißt es bei Kindern doch immer so schön: Alles geht vorbei, es ist nur eine Phase... 

So ist es jetzt auch mit der Krümeline: Seitdem der Zahn da ist, isst sie wesentlich besser und mampft inzwischen auch gerne schon selbst Brotstückchen, Breze, etc. Es ist ihr total wichtig, dass sie selbst abbeißen kann, einfach nur die Krümel in den Mund geschoben zu bekommen, ist ihr nämlich zu langweilig. Die etwas schwierige Stillbeziehung zwischen uns beiden hat sich dahingehend harmonisiert, als dass ich sie ab und an nach dem Frühstück nochmal stille (je nachdem wie viel Brot sie verdrückt hat) und dann erst wieder zum Einschlafen. Seit einer Woche kommt sie auch nur noch einmal nachts und hat mit mehr als 6 Stunden Schlafdauer jetzt endlich den Status des "Durchschläfer-Babys", yippieh!! Eigentlich könnte ich jetzt auch den Versuch starten, sie ohne Einschlafstillen abends in ihr Bettchen zu legen, aber ich bringe es nicht übers Herz, ihr diesen "Genuss" zu nehmen. Sie kennt inzwischen ihr Bettgeh-Ritual so genau und freut sich jedesmal so übermäßig auf das Stillen, dass sie laut juchzt, egal wie müde sie ist. Und irgendwie genieße ich selbst auch noch diese Zweisamkeit mit ihr, wenn die abendliche Ruhe einkehrt und nur wir beide noch etwas Zeit miteinander verbringen können. 

Motorisch hat sie es seit ebenfalls einer Woche nun doch noch zum Robben geschafft. Wobei ihre Art der Vorwärtsbewegung eher an eine Mischung aus Robben und Krabbeln anmutet, denn sie geht in den Vierfüßler , stößt sich mit den Beinchen ab, macht eine Hechtbewegung mit den Armen nach vorne und landet dabei auf dem Bauch. Herr Krümel meinte kürzlich, ihr Robben sehe mehr nach einem Break-Dance-Move aus - und ich muss sagen, der Vergleich stimmt. Ich bin einmal gespannt, wie lange es noch zum Krabbeln und eigenständigem Hinsetzen dauert, denn den Vierfüßler macht sie nach wie vor richtig gut. 

 

Sprachlich ist sie nun auch wieder mehr unterwegs und brabbelt munter in verschiedenen Lautwiederholungen den Tag über vor sich hin. Süß ist, dass sie ihr "Ma-ma-ma-ma" scheinbar ganz gezielt einsetzt und ich habe durchaus den Eindruck, dass sie damit mich ansprechen bzw. rufen will. Ganz gemäß ihrem Entwicklungsalter ist die Baby-Krümeline auch in diesem Monat weiter am fremdeln, auch wenn es besser wird. Aber, fremde Personen, insbesondere Männer sind ihr absolut nicht geheuer und je nach Tagesverfassung wird hier zuerst mal losgeheult oder sich zumindest bei Mama "vergraben". Aus dem Raum gehen darf ich auch nicht, ohne dass deutliches Gemecker von der Madam kommt. Aber in Anbetracht was ich derzeit mit dem Krümelsohn und seinem Verhalten gegenüber Fremden erlebe, ist mir ihr Fremdeln sogar ganz recht ;).

 

8. Monat

Zähnchen, Zähnchen, Zähnchen. Sie plagen die Krümeline in diesem Lebensmonat weiter, wollen einfach nicht durchbrechen. Dementsprechend übellaunig ist die kleine Maus über den ganzen Tag verteilt drauf. Besonders schlimm ist es, wenn sie müde wird und hingelegt werden sollte. Das geht im Moment so gar nicht und führt zu halbstündigen oder oft noch längerem Geschrei. Offenbar sind die Schmerzen im Liegen besonders schlimm. Ich habe schon vielerlei probiert, um ihr das Zahnen etwas leichter zu gestalten, nasskalte Waschlappen, Beißringe, kalte Möhrchen aus dem Kühlschrank, Globuli, nichts hilft so wirklich. Doof ist auch, dass die Krümeline durch die geschwollenen Kauleisten auch oft nichts essen oder (doppelt doof) bei den Temperaturen auch nichts trinken mag (Wasser aus der Flasche versteht sich). Apropos Flasche: Auch hier kein wirklicher Erfolg zu verbuchen. Ich hab nochmal die Pulvermilch gewechselt - von Pre auf eine 1er - und da trinkt sich vielleicht zwei Schlückchen mehr, aber das wars auch schon. Ich habe es ehrlich gesagt jetzt fast schon aufgegebenen, sie an die Flasche zu gewöhnen und bin gerade dabei soweit überzugehen, dass ich sie tagsüber nach dem Frühstück noch einmal stille und dann erst wieder abends zum Schlafengehen. Was allerdings heißt, dass ich den Rest des Tages damit beschäftigt bin, circa alle 2 Stunden der Madame etwas zu Essen anzubieten, weil sie ingesamt halt leider doch zu kleine Portionen isst und der Hunger schnell kommt. Nachts ist es dann so, dass sie die verpassten Stillmahlzeiten einholen will und dementsprechend häufig "ankommt". Tja, alles nicht so schön... Motorisch hat sich in diesem Lebensmonat insoweit etwas getan, als dass sie kürzlich in den Vierfüßler kommt und auch vor zu zurück wippt. Initiative zum Robben zeigt sie immer noch nicht, ich frage mich gerade, ob sie das eventuell vielleicht einfach auslässt und gleich zum krabbeln übergeht, nachdem der Vierfüßler jetzt schon so gut klappt?! Ich bin gespannt. Während ich diese Zeilen hier tippe, kommt mir auch der Gedanke, ob die kleine Maus nicht stetig und sicher in den nächsten Entwicklungsschub reinrauscht?! Ihre absolute Mama-Fixiertheit, die Weinerlichkeit, das Nicht-Ablegen-Können, etc. würde absolut dafür sprechen, auch wenn sie rein zeitlich betrachtet eigentlich noch ein, zwei Wochen dafür zu früh dran ist. Aber welches Kind hält sich da bitte so genau an den "Zeitplan"?! Leider weiß man bei den Mäusen im Nachhinein trotzdem nicht mehr so genau, wo der Hase im Pfeffer gelegen hat: waren es die Zähnchen, ein Schub, oder hat sonst irgendetwas gedrückt. Abwarten - und durchhalten!!!

 

7. Monat

Dieser Monat ist ja nun mal wirklich dahin gerast. Leider war er überwiegend geprägt von dem schlimmen Unfall, den sich die Krümeline Anfang April zugezogen hat und der ihr den größten Teil des 7. Lebensmonats über ein "dickes" linkes Händchen beschert hat. In dieser Hinsicht können wir gleich einmal zur Motorik anfangen: Ich hatte große Sorgen, dass die verbundene Hand dazu führen könnte, dass sie das Greifen wieder verlernt. Doch diese Sorge war unbegründet. Die Krümeline hat sich in der Zeit mit Verband sehr gut zu helfen gewusst und nachdem er ab war, hat sie nach zwei Tagen die linke Hand genauso benutzt wie vorher.

Darüber hinaus hat sie in der Zwischenzeit, trotz Verband, gelernt sich von der Bauchlage wieder in die Rückenlage zurückzurollen. Das war quasi ihr motorischer Lernerfolg in diesem Monat :). Weiterhin schiebt sie den Popo in Bauchlage hoch und nimmt ab und an auch schon ein bisschen die Oberschenkel mit. Von einem klassischen Vierfüßler kann aber noch nicht die Rede sein. Anzeichen, dass sie sich gerne vorwärts schieben möchte, gibt es bis dato auch noch keine. Bei ihr ist es eher so, dass sie zu meckern anfängt, sobald ein Spielzeug außer Reichweite ist. Sie zeigt im Moment kein Bestreben, sich das Spielzeug zurück zu erobern. 

Dafür hat sich sprachlich etwas bei der kleinen Maus getan: Sie fängt nun auch mit den ersten Lautwiederholungen an und jaaaa, das erste "Mama" war frühmorgens im Bett auch schon zu hören - hachz :)). Seit diesem Monat sprießen auch die ersten Haare, bis zum Einflechten von diversen Schleifchen oder Haarspangen wird es aber sicherlich noch eine ganze schöne Weile dauern. Und: es sieht so aus, als ob auch unser kleines Mädchen die "Problemzone" Geheimratsecke bekommen wird. Der Krümelsohn hat an diesen Stellen nämlich immer noch keine Haare... Abwarten!

 

So gut die Kleine die ersten Lebensmonate geschlafen hat, so unterschiedlich sind die Nächte in diesem Lebensmonat. Von stündlich stillen bis ein 5-Stunden-Rhythmus war alles mit dabei. Im Moment plagen sie die Zähnchen sehr, die einfach nicht durchbrechen wollen. Ständig kaut sie auf den Fingerchen rum und hat immer wieder einmal feuerrote Bäckchen. Auch mit dem Essen geht es bei der Krümeline auf und ab. Zwischendurch hat sie Tage, an denen sie richtig guten Appetit zeigt und dann gibt es die Tage, an denen sie am liebsten nur gestillt werden möchte. Was ich schon herausgefunden habe, ist, dass sie den Getreide-Obst-Brei am Nachmittag überhaupt nicht mag. Weder aus dem Gläschen noch selbstgekocht. Deshalb bin ich jetzt auf die Variante nur Obst (entweder in kleinen Stückchen à la BLW oder aus dem Gläschen) und dazu ein Stück Zwieback, Hirsekringel, Baby-Waffel, etc. zum dran "knabbern" umgestiegen - und das klappt immerhin halbwegs. Das Thema Fläschchen liegt im Moment komplett brach. Dadurch, dass der Unfall ja im Zusammenhang mit dem erwärmten Muttermilch-Fläschchen stand, habe ich es bis jetzt noch nicht übers Herz gebracht, wieder damit anzufangen. Vielleicht tut der Krümeline diese Pause aber auch ganz gut und wir können bei der nächsten Gelegenheit einen neuen Versuch starten. Vielleicht klappt's dann ja unverhofft? Wasser aus der Flasche nimmt sie nach wie vor sehr gerne an und steigert kontinuierlich die Mengen. 

 

 

6. Monat

Ein halbes Jahr ist die Krümeline jetzt alt. Ein jeder sagt immer, mit Kindern rast die Zeit und ja, auch wenn es sich noch so platt anhört, es ist tatsächlich so. Ich kann mir gar nicht wirklich erklären, wie aus meinem klitzekleinen Winzlings-Baby-Säugling nun schon so ein Speckfalten-Baby geworden ist!! Ein halbes Jahr Zweifach-Mama mit den Zweien unter Zwei und ja, ich bin um ein paar Falten "reicher", um viel Kinderfreude, aber auch um genauso viel Stress... Aber fangen wir von vorne an: 

Motorisch hat sich bei der Kleinen im sechsten Monat nicht so viel getan. Sie konnte sich ja schon recht früh vom Bauch auf den Rücken drehen und ich hatte gehofft, dass sie jetzt bald dann auch den Weg "zurück" (von Bauch- in Rückenlage) schafft, aber nö, nichts dergleichen tut sich. Dafür ist sie ist gut in der Bauchlage und der Handstütz kommt jetzt mehr und mehr zum Einsatz, weshalb spielen in dieser Position auch halbwegs klappt. Wenn sie einem Spielzeug hinterher greifen möchte, fängt sie aktuell damit an, sich in Bauchlage zu kreiseln... aber von Rollen, keine Spur. 

 

Der sechste Monat war bei Ihr/ bei uns vor allem gezeichnet von dem fiesen, fiesen 26. Wochen-Schub. Ich hab zuerst gar nicht realisiert, was Sache bei ihr ist und mich nur gewundert, wo mein liebes, ruhiges Mädchen hin verschwunden ist. Sie schrie von jetzt auf gleich in einer echt schrillen Tonlage, war superlaunisch, ich durfte sie gar nicht mehr ablegen, geschweige denn den Raum verlassen, und die Nächte waren ein Graus. Der Krümelsohn hatte diesen Schub mehr oder minder ausgelassen, diese Ausmaße waren totales Neuland für mich und sowas von ANSTRENGEND!!! Wir sind immer noch nicht ganz über den Berg und ich hoffe echt täglich auf Besserung. Denn, schön langsam bin ich mit meinen Kräften am Ende: die Dauer-Trotzerei des großen Bruders und das Baby, das Dauerbetreuung benötigt, dazu der mangelnde Schlaf und das Gefühl, einer schreit immer... Woah.... aber gut, da müssen wir Mamas genauso durch wie die Mäuse selbst, die wohl noch weniger verstehen, was mit ihnen eigentlich los ist.

 

Fertig macht mich im Moment auch die ganze Thematik rund ums Essen. Auch hier merke ich, man darf das eine Kind nicht mit dem anderen vergleichen. Ging beim Krümelsohn die Beikost-Einführung relativ einfach, "kämpfe" ich mit der Krümeline echt noch immer um jeden Löffel und jedes Gramm Brei. Mehr als 100 Gramm schafft sie nach wie vor nicht und kein Tag ist gleich. Vielleicht ist sie tatsächlich wählerischer was die einzelnen Geschmäcker angeht als ihr großer Bruder. Immerhin haben wir jetzt die 3 Breie (mittags, nachmittags und abends) eingeführt. Baby Led Weaning hab ich ein bisschen ausprobiert, aber sobald etwas nicht mehr ganz flüssige Konsistenz hat, kommt es sofort wieder raus aus dem Mündchen. Das wird vielleicht noch ein Thema, wenn die ersten Zähnchen da sind. Richtiges Kopfzerbrechen bereitet mir im Moment, dass sie kein Fläschchen mit Milch akzeptiert. Interessanterweise klappt Wassertrinken aus der Trinklernflasche mit der Soft-Tülle ganz okay, ist aber in derselben (!!) Flasche Muttermilch oder Fertigmilch, geht gar nichts mehr.  Dann windet sie sich und fängt an zu schreien. So kann ich das Abstillen erstmal komplett vergessen, genauso wie auch mal wieder etwas alleine zu unternehmen. Keine Ahnung wie ich das Kind von der Brust kriegen kann??! Wir werden weiter üben, aber vielleicht zählt sie zu den Kindern, die die Flasche einfach nicht wollen?!

 

"Sprachlich" ist die Krümeline noch immer recht still. Ob das nun am Schub liegt oder an ihrer eigenen Entwicklung kann ich nicht sagen. Ich meine mich nur daran zu erinnern, dass der große Bruder im selben Alter damals schon die berühmten Lautwiederholungen von sich gegeben hatte. Aber, stopp, ich fange schon wieder an, die Geschwister zu vergleichen. Deshalb, schauen wir, was sich ab jetzt bzw. nach Ende des Schubes dann so alles bei ihr tun wird. Immerhin schiebt seit gestern in Bauchlage ein bisschen den Popo in die Höhe. Das ist doch schon einmal etwas, oder ;)?

 

5. Monat

Wow, dieser Lebensmonat raste jetzt aber fix dahin?!. Kaum zu glauben, dass die Baby-Krümeline schön langsam an der Halbjahres-Marke kratzt. Aber gut, bis dahin ist noch ein ganzer Monat hin :). Schauen wir also ein bisschen zurück. Was hat sich bei der Krümeline im 5. Monat alles so getan. Was mir aktuell am meisten auffällt ist, dass man sie jetzt auf die Hüfte gestützt gut tragen kann. Irgendwie macht man als Mama das meist ganz automatisch; man hört langsam damit auf, das Köpfchen zu stützen und yep, plötzlich hält man das kleine Wesen so locker und lässig auf der Hüfte. So kann die Kleine beim Kochen zuschauen, man öffnet ganz szenisch dem Postboten die Haustür mit dem Baby auf der Hüfte, usw.

 

Insgesamt wird der Alltag einfacher: Man kann sie wieder unter dem Spielbogen oder auf einer Krabbeldecke ablegen und sie bespaßt sich für eine kurze Weile selbst. Mit ein bisschen Übung (ja, ich gebe es zu, wir haben trainiert) schafft sie jetzt auch die Drehung von der Bauch- in die Rückenlage in beide Richtungen. Generell wird die Bauchlage für sie immer interessanter - sie fängt langsam damit an, in Bauchlage zu spielen. Liegt sie auf dem Rücken, hat sie hier ein neues "Spielzeug" entdeckt, die eigenen Füßchen. Die werden eingehend gemustert, befühlt und manchmal sogar bekaut (wenn sie einen Zeh in den Mund bekommt, was noch schwer ist). Große Freude hat sie jetzt dadurch an ihren Rasselsöckchen. 

 

Auch in punkto Alltag fällt mir auf, dass sich ihr Tages- und Nachtrhythmus einstellt. Ein Vormittags-, ein Mittags - und manchmal ein Nachmittagsschläfchen geschehen jetzt meist immer zu selben Uhrzeit. Mit Sicherheit hat (gerade für den Mittagsschlaf) auch die Einführung der Beikost in diesem Monat das Seinige dazu getan. Nach der leider doch noch mühsamen Löffelchen-für-Löffelchen-Aktion am Mittag ist sie meist so platt, dass sie es kaum abwarten kann, in ihr Bettchen zu kommen. Ich wünsche mir, für die nächsten Wochen, dass wir zwei das Thema Brei noch besser wuppen als im Moment. Mein Plan ist, demnächst zweigleisig in Punkto Ernährung zu fahren: neben den Brei-Mahlzeiten werde ich noch das Baby Led Weaning (BLW) ausprobieren. Vielleicht klappt es dann besser mit dem Essen??

 

4. Monat

Schon wieder einen Monat älter und die Krümeline wächst und gedeiht. Sie ist ein wirkliches Sonnenschein-Baby, das jetzt auch schon teilweise richtig herzhaft lachen kann. Als Mama versuche ich natürlich so oft wie möglich ihr diese Lacher zu entlocken, sei es, dass ich sie in ihre Speckfalten am Hals küsse oder am Bauch kitzle. Wer es stets mühelos schafft, ihr ein Lächeln oder Lachen zu entlocken, ist ihr großer Bruder - und ja, mein Mama-Herz geht dann gleich doppelt vor Glück über.

 

In diesen Lebensmonat fällt der (von mir sehr gefürchtete) berühmte 19-Wochen-Schub, der mir vom Krümelsohn noch ziemlich in Erinnerung geblieben ist. Der war innerhalb dieses Schubes (4 ganze Wochen!!) super knatschig, wollte nicht mehr im Kinderwagen geschoben werden und kam nachts jede Stunde zum Trinken an. Doch, auch hier werde ich beim zweiten Kind eines besseren (oder zumindest anderen) gelehrt: Die Krümeline ist null knatschig, dafür findet sie ihren Spielbogen inzwischen ziemlich langweilig und will lieber anderweitig bespaßt werden. Da sie sich jetzt ganz gut selbst halten kann, findet sie es großartig nach vorne schauend getragen zu werden, an sämtlichen Geschehen des Tages dabei zu sein und am Tisch auf meinem Schoß zu "sitzen". Dann ist sie das zufriedenste Baby überhaupt. Was aber schon ähnlich zum Krümelsohn ist, ist dass das Dauerstillen zurück ist. Es findet bei ihr nicht nachts (da kommt sie weiterhin so zwischen zwei bis vier Mal), sondern tagsüber statt. Wir sind im Moment an schlechten Tagen bei einem Halbstunden-Trink-Rhythmus, was die Alltagsgestaltung teilweise schon zur Herausforderung werden lässt. Gerade wenn man bei diesen kalten Temperaturen draußen mit ihr unterwegs ist. 

 

Motorisch hat sich die Krümeline auch wieder gut weiterentwickelt. Sie kann ganz gut greifen, liegt schon länger auf dem Bauch und dort teilweise auch schon im Handstütz (und nicht im Unterarm-Stütz). Kurz hatte sie schon auch begonnen, in Bauchlage die Beine unter den Po in eine Art Vierfüßler zu schieben, was sich allerdings wieder verloren hat. Dafür fing sie ohne großes Trara von heute auf morgen damit an, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Im Moment klappt das bisher nur in eine Richtung (nämlich über die linke Schulter), aber ich bin trotzdem ganz fasziniert von ihr. Hatte ich mit diesem Schritt noch gar gerechnet (der Krümelsohn drehte sich erst mit 5 Monaten und nach Ende des Schubes). Wieder ein Beweis dafür, dass jedes Kind anders ist :).

3. Monat

Mit 3 Monaten ist die Baby-Krümeline nun ein richtig knuffiges Baby geworden. Der erste Babyspeck macht sich bemerkbar, die Haut ist so schön rosig und sie ist nicht mehr ganz so zerbrechlich wie am Anfang. Ihr Köpfchen kann sie mittlerweile schon ganz gut halten, die Bauchlage hält sie immer länger durch. Der Spielbogen ist für sie ein wahres Highlight, sie greift (mal mehr, mal weniger erfolgreich) nach den einzelnen Elementen und gibt dabei so süße Töne von sich. Von Glucksen, Gurren, Zischen und ab und an jetzt auch schon die ersten Lacher, ist alles dabei. Morgens beim Aufwachen strahlt sie einen voller Freude bis über beide Ohren an. Jegliche Gedanken à la "ach, wie gern würde ich noch ein Stündchen länger schlafen" sind so gleich vergessen. Generell schaut sich unsere Baby-Krümeline jetzt alles interessiert an und fixiert auch Menschen sehr genau - bevor sie sie meist mit ihrem süßen Strahlelächeln bedenkt. 

2. Monat

Mit zwei Monaten nimmt die Krümeline nun mehr und mehr am Leben teil. Ich integriere sie in meine Spieleinheiten mit dem Krümelsohn, aber auch an ihrem Spielbogen und Mobilé findet sie jetzt großen Gefallen. Für mich beginnt die gute Phase, in der sie nicht wortwörtlich ständig bemuttert werden muss: Sie kann jetzt für eine kurze Weile unterm Spielbogen liegen und sich selbst bespaßen während ich in Ruhe einen Kaffee trinken kann - herrlich :).

 

Was sie schon richtig gut macht, ist das Liegen auf dem Bauch. Wir üben das täglich für eine kurze Zeit und ich merke, dass sich das "Training" bei ihr gut auswirkt. Beim Krümelsohn hatte ich damals (aus Unerfahrenheit) etwas zu spät damit angefangen, ihn in die Bauchlage zu bringen, sein "Training" war dann sehr schnell sehr intensiv geworden...

 

Worin ich allerdings genauso "verfahre" wie mit unserem Sohnemann, ist das abendliche Bett-Geh-Ritual. Das hatte ich beim Krümelsohn schon sehr früh gestartet und die Erfolge zeichnen sich bei ihm bis heute ab. Ähnlich handhabe ich es also jetzt auch mit der Krümeline, auch hier mit super Ergebnissen. Nachdem der Bruder im Bett ist (jaaa, das ältere Geschwisterchen geht bei uns zuerst ins Bett, aber der muss auch früher raus als seine kleine Schwester), bekommt die Baby-Krümeline ihre abendliche Babymassage, dann wird sie noch kurz gestillt und bevor sie mir dabei komplett wegdämmert, hören wir noch gemeinsam ihre Spieluhr an. Sie weiß dann, jetzt ist Schlafenszeit und lässt sich (meist!) problemlos in ihr Bettchen legen und schläft dann recht schnell ein.

1. Monat

Mit einem Monat haben wir uns alle inzwischen an den Alltag zu viert gewöhnt. Es ist wirklich so, dass sich beim zweiten Kind schneller Routine einstellt und man als Mama gelassener ist. Gut ist, dass ich die Signale der Baby-Krümeline in der Regel gleich richtig deute und weiß, wann sie Hunger hat, müde ist oder eine frische Windel braucht. So hören wir die Kleine nur sehr selten meckern oder schreien und können uns über ein sehr entspanntes Baby freuen.

 

Unglücklicherweise hat der Krümelsohn die erste Erkältung der Saison nach Hause gebracht und gleich einmal die Baby-Krümeline angesteckt. Ich dachte immer, so kleine Babys hätten noch Nestschutz über die Muttermilch, wurde aber leider eines besseren belehrt :(. Das kleine Wesen röchelt und schnaubt  wie verrückt und bekommt keine Luft durch die Nase. Die Nächte sind ziemlich anstrengend, vor allem für mich. Ich schrecke jedes Mal aus dem Schlaf (wenn ich überhaupt einmal die Augen zumache) und achte auf ihren Atem, sie tut sich einfach so schwer Luft zu bekommen. Ich nutze die komplette "Trickkiste" und versuche, der Baby-Krümeline so gut es geht, die Nasenatmung zu erleichtern: Ich lagere sie nachts hoch, damit die Schleimhäute nicht so zuschwellen, ich schmiere ihr Engelwurzbalsam auf die Nasenflügel, tropfe ihr Kochsalzlösung in die Nase, ja, ich stelle ihr zwecks der ätherischen Öle sogar eine aufgeschnittene, rohe Zwiebel auf den Nachttisch (der Gestank im Schlafzimmer ist unbeschreiblich!!!) und versuche mit ihr auf dem Arm unter einem dicken Handtuch zu inhalieren. Als das alles nicht wirklich hilft, werde ich doch schwach und tropfe zumindest abends Olynth Baby-Nasentropfen, die ihr für ein paar Stunden eine freie Nase erwirken. DIE Lösung hat schließlich meine Hebamme: Mit einem Nasensauger kriegen wir eeeendlich ihre Nase frei, auch wenn das heißt, dass die arme Baby-Krümeline ganz schön häufig diese Absaugprozedur mit dem Staubsauger über sich ergehen lassen muss. 

 

Die süße Kleine ist dabei aber, obwohl sie alles Recht der Welt dazu hätte, kein bisschen schlecht drauf und lässt alles über sich ergeben, weint und meckert nicht. Ganz im Gegenteil, gegen Ende dieses ersten Lebensmonats, bekomme ich von ihr auch schon das erste richtige, zaghafte Lächeln  - und ich schmelze dahin :).

Die ersten 4 Wochen

Nach gefühlten 3 Monaten Schwangerschaft (jaaa, das ist tatsächlich so beim zweiten Kind - die Zeit rast) , ist sie endlich da, unsere Baby-Krümeline. Ganz nach Lehrbuch ging ihre Geburt tatsächlich schneller und die Wehen waren besser auszuhalten als beim Krümelsohn. Dementsprechend gut fühlte ich mich nach der Entbindung und entließ mich selbst am zweiten Tag aus dem Krankenhaus. Ich wollte endlich unser Familienleben zu viert angehen und war schon gespannt, wie der Krümelsohn das Baby in Empfang nehmen sollte. Die Sorgen, die ich mir während der Schwangerschaft gemacht habe, sollten sich bis jetzt als unbegründet herausstellen: Von Eifersucht war überhaupt nichts zu merken, ganz im Gegenteil. Unser "großer Kleiner" ist ein stolzer und fürsorglicher Bruder. 

 

Die Krümeline selbst fügt sich auch ganz unkompliziert in unseren Alltag ein. In den ersten Wochen schläft sie sehr viel und lässt sich (noch) nicht vom Getöse des Großen aus der Ruhe bringen. Sie schreit kaum, auch nicht beim Wickeln und Anziehen. Das ist für mich ganz ungewohnt, hatte ihr Bruder daraus immer ein Riesen-Drama gemacht. Die Nächte sind relativ entspannt, mit einem 4-Stunden-Rhythmus von Anfang an darf man sich als Mama überhaupt nicht beklagen. Das Beistellbettchen, das ich für die Krümeline besorgt hatte, macht sich schon jetzt bezahlt. Wie konnte ich darauf beim ersten Kind nur verzichtet haben??? Im Halbschlaf ziehe ich sie zu mir rüber, wenn sich bei ihr der Hunger meldet, stille sie und schiebe sie dann im Halbschlaf wieder zurück in ihr Bettchen. So bin ich morgens echt ausgeruht.

 

Ein bisschen "Muffe" hatte ich, als Herr Krümel nach den ersten zwei Lebenswochen wieder zur Arbeit musste und ich am Nachmittag dann erstmals mit den zwei Kindern allein sein sollte (der Krümelsohn geht vormittags in den Kindergarten). Doch dank Tragetuch läuft es. Wenn die Kleine meckert oder ich mit dem Krümelsohn nach draußen auf den Spielplatz will, kommt das Baby ins Tragetuch und schlummert doch friedlich. So mache ich das auch, wenn sich bei ihr die abendliche Unruhe einstellt und ich aber das Abendessen für den Krümelsohn vorbereiten muss.

 

Einzig, dass die Krümeline so häufig Hunger hat, ist schwieriger zu meistern. Von 3 bis 4 Stunden-Abständen zwischen den Stillmahlzeiten kann bei uns nicht die Rede sein. Die Krümeline kommt in der Anfangszeit sogar manchmal halbstündlich, spätestens aber nach anderthalb Stunden. Das Gefühl des Dauerstillens ist wieder da. Beim Krümelsohn war es damals nicht anders. Diesmal ist es nur so, dass ich die Kleine in den unmöglichsten Positionen stille, weil ich gerade mit dem Großen beim Lego spielen, basteln, etc. bin.