Aus 1 mach 4. Das waren unsere Sommerferien-Wochen.

Kinder, Kinder, wie die Zeit vergeht. Noch gestern (so fühlt es sich zumindest an) habe ich doch über die erste gewuppte Sommerferien-Woche mit den beiden Krümeln geschrieben?! Jetzt sitze ich hier und siniere und resümiere und bin erleichert und traurig zugleich, dass morgen der neue Alltag startet und es zunächst für den Krümelsohn wieder ab in den Kindergarten geht. Die Krümeline darf noch ein bisschen länger zuhause "verharren", bevor wir ihre Eingewöhnung starten. Uff. Puh. Wie konnten diese vier Wochen Sommerferien nur so vorbei rasen??

Ferien auf der Autobahn - zumindest für ein paar Tage :)

Nach ein bisschen Eingrooven in der ersten Woche (lest selbst) haben wir alle erstaunlich gut in die intensive Familienzeit gefunden. Wie ich schon in den "Krümeln der Woche" angeteasert hatte, waren wir Mitte August zunächst für ein großes Familientreffen an der Mecklenburgischen Seenplatte, bevor wir mit Oma und Opa aus dem Norden an die Ostsee in eine knappe Ferienwoche weiterzogen. Die Familie meines Mannes wohnt in Niedersachsen und wir vier hier stellen eine bayerische Exklave dar. Demzufolge haben wir immer eine ziemlich weite Anreise durch die halbe (naja, schon fast durch die ganze Nation), wenn wir unsere Familie sehen wollen. 

Mit diesen schönen Anlässen in Aussicht, haben wir aber selbstverständlich und gerne den weiten Weg in Kauf genommen. Die Herausforderung war allerdings, die über 8 Stunden lange Autofahrt für die Kinder so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Deshalb entschlossen Herr Krümel und ich uns, die Fahrt zu splitten und planten Zwischenübernachtungen in Autobahn-Hotels ein. Zusätzlich gab es ausreichend Pausen an Raststätten oder auch in Outlet-Centern (ein Riesenfaible von Herrn Krümel - jawoll - und mir...). So konnten wir uns ausreichend oft die Beine vertreten. Im Gegenzug zog sich die An- und Abreise jedoch auch ganz schön in die Länge und wir hatten das Gefühl "nur" unterwegs zu sein. Wenn die Krümel älter werden, sollte auf alle Fälle das Ziel sein, in einem Rutsch die Strecke zu machen (von den obligatorischen Pinkel- und Essens-Stopps natürlich abgesehen). 

Immer nur "Opa" und "Oma"

Nun gut, gingen also schon einmal vier volle Tage für An- und Abreise drauf. Vor Ort blieben uns eine ganze Woche, in der wir die Zeit mit der Familie genossen. Vor allem die Krümelkinder, die den Nordteil der Familie so selten bzw. noch gar nie gesehen hatten, waren voll in ihrem Element. Gerade den Krümelsohn hörte man eine Woche lang gefühlt immer nur "Opa" oder "Oma" rufen. Insofern störte es den kleinen Mann gar nicht so sehr, dass das Wetter, gerade an der Ostsee, nicht so mitspielte wie wir uns es erhofft hatten. Es war die ersten Tage ziemlich verregnet und abgekühlt, definitiv kein Badewetter. Aber wir haben trotz alledem etwas unternommen, waren am wunderbar weißen und feinkörnigen Sandstrand spazieren, machten einen Ausflug nach Wismar und eine Fahrradtour, genossen Kaffee und Kuchen und ein bisschen Müßiggang. Auf immerhin zwei halbe Badetage kamen wir dann doch noch, in denen sich der gar nicht wassertemperatur-zimperliche Krümelsohn ins Meer "stürzen" konnte. Was hatte der für einen Spaß, nackt im flachen Wasser zu plantschen - und zu pinkeln ;)))!

Pipi marsch - kein Problem (mehr)

Jep, das Projekt Sauber werden haben wir nämlich tatsächlich erfolgreich in den nur vier Wochen Auszeit vom Kindergarten realisieren können. Und siehe da, am Ende war es doch gar nicht so ein schlimmer Kampf wie zunächst befürchtet. Sicherlich, am Anfang mussten wir den kleinen Mann schon sehr überreden und mit allerlei Versprechungen (und/ oder Süßkram) auf den Toilettensitz locken, aber mit der Zeit wurde es mehr und mehr zur Gewohnheit. Selbst auswärtige Toiletten stellen mittlerweile kein Problem für den Krümelsohn mehr dar. Ich bin gespannt, wie er sich ab morgen im Kindergarten mit diesem Thema so anstellen wird - und habe schon vorsorglich eine Menge Wechselkleidung für ihn eingepackt :). 

Zum Ausklang wieder Familie

Zurück von der Ostsee und der Familie von Herrn Krümel, packte ich die beiden Kinder am Folgetag gleich weiter ins Auto und fuhr mit ihnen zu meiner Mutter und Schwester, um meiner gerade einmal einen Monat alten Nichte einen Besuch abzustatten. Seit der Geburt hatte ich das Baby nicht mehr gesehen. So ein süßes, winziges Ding! Wenn ich meine Krümeline, die schon ganz bald die Grenze zum Kleinkind überschreitet daneben vergleiche, kann ich es gar nicht glauben, wie schnell ein Jahr rum gehen kann und wie sehr die Mäuse wachsen... Für die Krümelkinder waren die letzten beiden Wochen also vollgestopft mit beiden Familien, viel Zeit, viel Lachen, viel Essen. Genauso, wie es in den Ferien auch sein soll, oder nicht? Das Wochenende verbrachten wir nun wieder ganz klassisch-alltäglich mit Arbeiten im und rund ums Haus. Der Spielturm für die Kinder ist nämlich immer noch nicht realisiert und ich habe aus den zwei Wochen Auszeit vom Projekt Neubau wieder so viele Ideen für drinnen und draußen gesammelt, dass ich meine, ich muss platzen, wenn ich nicht endlich anfangen kann, diese umzusetzen. Das rare Gut dafür ist leider immer die Zeit, denn immerhin hüpfen bzw. krabbeln hier auch noch die beiden Krümelkinder um mich rum und wollen unterhalten werden. Insofern, ja, es war eine wunderschöne, intensive Zeit, diese Ferienzeit, aber ich bin auch erleichtert, wenn ich ab morgen den Vormittag quasi nur noch mit der Krümeline teilen muss  - und ganz bald auch schon ganze Vormittag wieder für mich allein habe (zumindest bis der Job mich wieder hat). Wobei ich es jetzt schon vorhersehen kann: Wenn ich dann alleine hier in den vier Wänden bin, werde ich meine beiden Süßen vermissen - und wohl in eine Schockstarre verfallen, ob der ganzen plötzlichen, freien Zeit. Wir Mütter, nicht wahr??!