Ab in die Berge. Unser Kurzurlaub im Schnee.

Schneeballschlacht Schnee Wald

Es gibt Tage im Jahr, da zieht es einen einfach raus. Wenn draußen eine gleißende (Winter-)Sonne strahlt, wenn der Schnee funkelt und glitzert, wenn die Luft klirrt. Am allerbesten sind solche Traumtage im Winter in den Bergen und am allerallerbesten ist es, wenn man an solchen Tagen noch ein paar Tage Urlaub hat. Dann kann man nämlich einmal ganz spontan sein (was man sich sonst immer nur vornimmt) und mit der Familie einen Kurzurlaub buchen. 

Jetzt genießen wir seit Sonntag die wunderschön verschneite Winterlandschaft und die Berge, die hier in Bad Hindelang im Allgäu zum Greifen nah sind. Ein bisschen stolz sind Herr Krümel und ich auch, dass wir es tatsächlich gewagt haben, mit der Baby-Krümeline und dem Krümelsohn, diesen Spontantrip in den Schnee zu machen. Es ist unser erster Familienurlaub zu viert und zum Glück ist bis jetzt alles soweit gut gegangen. Wenn man von ein bisschen Startschwierigkeiten einmal absieht. Denn, wenn man spontan Urlaub bucht, dann muss man auch in der Lage sein,  relativ kurzfristig die berühmten sieben Sachen für alle zu packen.  

Erstmal packen - und ja nichts vergessen

Da hab ich also einen kurzen Nachmittag lang mal alles so zusammengesucht, was wir vier für die paar Tage im Schnee brauchen und war am Ende echt erschrocken, wie viele (Reise-)Taschen sich da plötzlich vor mir auftürmten. Aber, wer mit Kindern reist, weiß wahrscheinlich: es ist egal, ob man nur eine Nacht auswärts ist oder zwei Wochen, die Kleinen brauchen ihre (Wickel-/ Spiel-/ Anzieh-/ Outdoor-/ etc.) Sachen. Das heißt, man schleppt sich den Wolf, so oder so. In unserem Fall waren es Unmengen an Outdoor-Equipment für Groß und Klein sowie Schwimmsachen, die "normalen" Sachen, etc. Kurzum, der Kofferraum war für die paar Tage hier voll - und das, wo wir uns entschlossen hatten, den Kinderwagen gar nicht erst mitzunehmen. Was bei den Schneemengen hier und den schmalen Gehwegen wirklich die richtige Entscheidung war. Was fast schon klar war, dass wir bei all den Packstücken bestimmt irgendetwas vergessen. Tja, und so viel mir dann, als wir nur noch eine halbe Stunde vorm Ziel waren, siedend heiß ein, dass wir die dicke Winterjacke für mich vergessen hatten, in der ich die Baby-Krümeline gut eingemummt in der Manduca tragen wollte. Eine Alternative für diese Jacke hatte ich nicht, was leider echt hieß, dass wir nochmal umdrehen mussten. Geärgert hatte ich mich sehr. Über mich, über Herrn Krümel, der mir immer alleine die gesamte "Pack-Verantwortung" überließ, über das verloren gegangene Timing, weil die Kinder die ganze Hinfahrt über so schön im Auto geschlafen hatten. Mit gut anderthalb Stunden Verzögerung haben wir es dann schließlich doch noch nach Bad Hindelang geschafft. 

Erst einmal ankommen

Positiv überrascht waren wir von dem wirklich tollen (Familien-)Hotel hier. Wir wohnen in einem ganz komfortablen 2-Zimmer-Apartement mit Küchenzeile, das Hotel hat Schwimmbad, Sauna, Fitnessraum und - ein Riesenhighlight für den Krümelsohn - ein liebevoll ausgestattetes, großes Spielzimmer. Hier lässt es sich aushalten :). Da es am Anreisetag  durch Einchecken und Ankommen im Apartement später geworden war, haben wir den Schnee und die Berge erstmal nur so bewundert und uns als Nachmittagsprogramm für einen Besuch in einem Erlebnisschwimmbad im nächsten Ort entschlossen. Klasse ist, dass viele Attraktionen rund um Bad Hindelang (und so auch dieses Schwimmbad) für Übernachtungsgäste dank einer speziellen Touristen-Card gratis sind. Da macht urlauben hier gleich doppelt Spaß. Der Krümelsohn feierte den Badebesuch jedenfalls richtig ab und sprang laut kreischend durchs Babybecken. Hatte er auch allen Grund dazu, sich auszupowern nach der unfreiwillig längeren Autofahrt. Auch die Krümeline genoss es sichtlich, mit ihren Patschehändchen ein bisschen im Wasser rum zu plantschen. 

Die erste Nacht steht an

Ein bisschen angespannt war ich, als es Bettgeh-Zeit für die Krümelkinder wurde, denn sie sollten erstmalig im gleichen Zimmer schlafen. Normalerweise hat jedes Kind sein eigenes Bettgeh-Ritual, hier mussten wir sie durch nur ein gemeinsames Schlafzimmer gezwungenermaßen kombinieren. Die Hoffnung, dass die Luftveränderung und das Schwimmbad ihres zur Einschlafbereitschaft zu tun, ging auf. Beide Kinder waren innerhalb von Sekunden eingeschlafen und wir Eltern konnten ganz spießig im Wohnzimmer nebenan den "Tatort" schauen.

Raus in die Natur

 

Ich freute mich auf den heutigen Tag, da wollten wir endlich raus in die Natur. Gestartet hat der Tag schon prima, mit einem erstaunlicherweise entspannten Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant. Anders als sonst üblich, frühstückte der Krümelsohn nämlich heute recht ausgiebig und genoss es, sich wie ein Großer am Buffet bedienen zu dürfen. Gut gestärkt zogen wir also los und fuhren mit einer Gondel auf den Hausberg. Eigentlich Ausgangsstation für verschiedene Rodelstrecken runter ins Tal, entschlossen wir uns stattdessen, ein bisschen im Schnee zu wandern, denn auf Rodeln hat der Krümelsohn im Moment einfach keinen Bock. Abgesehen davon, wären diese Rodelstrecken dort für den Krümelsohn sowieso noch viel zu heftig - und mit einem vier Monate altem Baby vorm Bauch rodelt man auch nicht so locker flockig. Diese Winteraktivitäten sparen wir uns also für später, alles zu seiner Zeit ;). Lieber also noch kurz im Bergrestaurant auf der Sonnenterrasse die Sonne genossen und dann zurück zum Hotel für die Mittagspause. Während die Kinder schliefen, schaffte ich es sogar, im sonnendurchfluteten Pool ein paar Bahnen zu schwimmen. Herrlich! Am Nachmittag machten wir uns auf einen ausgiebigen Sonnen-Spaziergang durch den Ort auf. Mit dem Krümelsohn in der Kraxe (Rückentrage) und der Krümeline in der Manduca klappte auch das prima. Dass soviel frische Luft hungrig macht, zeigte sich auch beim Abendessen in einer Pizzeria. Der Kleine aß artig seine Margherita und die Krümeline stillte sich in ein kleines Nickerchen, was mir eine ruhige Mahlzeit ermöglichte. Das Zubettgehen gestaltete sich auch heute Abend problemlos und Herr Krümel und ich schmieden jetzt Pläne, wie wir die beiden weiteren Urlaubstage nutzen wollen. Ich werde weiter berichten.